Silberfond

Longboard

Allgemeine Infos & Erklärungen

Ihr träumt vom Surfen, aber kein Meer ist in Sicht? Longboarden ist auch in der Stadt möglich und transportiert den Surfer-Lifestyle mitten in die urbane City. Das Geräusch des Asphalts unter den Rollen, der Fahrtwind im Gesicht oder das Gefühl vom Surfen auf der Straße – Longboardfahren ist einfach Sport mit FUN! Es sieht dabei nicht nur ziemlich lässig aus, sondern ist auch leicht zu lernen und deshalb auch so beliebt.

Longboarden ist im Gegensatz zum Surfen oder Kiten wetter- und regionsunabhängig, bei Regen sollte man jedoch die Kugellager schonen.

Ihr wolltet schon immer einmal mehr über die verschiedenen Arten des Longboardens und die unterschiedlichen Boards wissen? Wir haben euch die wichtigsten Infos hier zusammengestellt.

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Basics

Das Beschleunigen

Fangen wir mit dem Wichtigsten an − denn um Longboard fahren zu können, müsst ihr Geschwindigkeit aufnehmen. Dabei gibt es zwei Techniken: Pushen oder Pumpen.

Beim Pushen stößt euer hinterer Fuß mit kräftigen Tretbewegungen auf dem Boden das Board an, bis die gewünschte Beschleunigung erreicht ist. Wichtig ist dabei nur, dass ihr mit dem Fuß abstoßt, der hinten steht.

Ihr wollt euch fortbewegen ohne den Boden zu berühren? Das funktioniert durch das sogenannte Pumpen. Dabei wird das Board durch Bewegung eures Oberkörpers und eurer Hüfte in Slalomlinien gefahren.

Bremsen

Es klingt zwar sehr einfach – aber auch das Bremsen muss geübt werden. Das einfache Abspringen vom Board ist nur zu empfehlen, wenn die Geschwindigkeit noch relativ niedrig ist, ansonsten besteht Verletzungsgefahr.

Die Fußbremse ist für den Anfänger die einfachste und sicherste Methode: Dabei wird der hintere Fuß vom Board genommen und vorsichtig auf dem Boden schleifen gelassen. Allerdings werden dabei deine Schuhsohlen schnell abgenutzt.

Für erfahrene Boarder gibt es noch zwei weitere Methoden: Sliden und Carven. Die sicherste Art mit dem Longboard zu bremsen ist das Sliden, dies setzt aber die notwendige Übung und Beweglichkeit voraus. Bei den verschieden Slide-Techniken wird der Schwerpunkt so tief wie möglich gelegt, indem du auf die Knie gehst und das Board quer zur Fahrtrichtung stellst. Das Gleichgewicht kannst du zusätzlich halten, indem du dich mit Handschuhen auf der Straße abstützt oder an die Boardkante greifst.

Beim Carven kannst du durch enge Turns die Geschwindigkeit reduzieren - ähnlich wie beim Skifahren. 

Lenken

Das Lenken ist ganz einfach und benötigt nur die eigene Gewichtsverlagerung und ein wenig Balancegefühl.

Sliden

Das Sliden gehört zwar nicht unbedingt zu den Grundtechniken, aber es sieht einfach verdammt cool aus und ist gerade für sicheres Bremsen hilfreich. Als Sliding wird das Querstellen des Brettes während der Fahrt bezeichnet. Warum man das macht? Um entweder die eigene Geschwindigkeit zu reduzieren oder die Richtung zu wechseln. Allerdings braucht diese Technik etwas Übung und ist nicht unbedingt ratsam für Anfänger. Schutzausrüstung ist Pflicht!

Schutzausrüstung

Viele Freizeit-Longboarder fahren ohne Schutzausrüstung und klar, es sieht vielleicht auf den ersten Blick cooler aus, aber auch Anfänger sollten gerade bei den ersten Versuchen einen Helm, Knie- und Ellebogenschoner tragen. Gerade durch eine ungeschickte Bewegung kann es dazu kommen, dass du vom Board fällst. Für erfahrene Boarder und Pros sollte die Schutzausrüstung selbstverständlich sein.

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Equipment-Check

Decks

Meistens bestehen die Decks aus kanadischem Ahornholz oder Bambus und werden mit anderen Materialien wie Fiberglas oder Epoxydharz versetzt oder überzogen.

Es gibt unterschiedliche Formen, Längen und Breiten, die jeweils verschiedene Eigenschaften mit sich bringen. Das Wichtigste zuerst: Die Breite deines Decks muss zu der Größe deiner Füße passen, damit du einen sicheren Stand auf dem Brett hast. Die Länge deines Decks sollte zu deiner Körpergröße passen, um dir eine angenehme Standposition zu garantieren. Longboards gibt es mit und ohne Flex – zum Cruisen und Carven ist Flex eine gute Angelegenheit, für Downhill-Abfahrten eignet sich ein Board ohne Flex.

Achsen

Die Achsen deines Longboards sind vor allem für das Lenkverhalten zuständig. Unterschiede werden dabei zwischen den Cats und den Precisions gemacht. Die Cats werden aus Gusseisen hergestellt und die Precisions werden aus Aluminiumblöcken ausgefräst.

Die Art der Montierung unterscheidet sich zusätzlich noch zwischen Top Mount und Drop Trough. Bei ersterem werden die Achsen von unten an das Brett geschraubt. Diese Methode ist geeigneter für das Kurvenverhalten. Dagegen werden beim Drop Through die Achsen von oben verschraubt, was das Pushen und Sliden erleichtert.

Die Länge der Achsen musst du nach der Breite deines Decks wählen. Breitere Achsen sorgen für eine bessere Fahrstabilität und höhere Geschwindigkeiten, während schmalere Achsen für eine bessere Wendemöglichkeit bekannt sind.

Rollen

Die Rollen oder Wheels gibt es in verschiedenen Durchmessern, Breiten und Härten. Diese Eigenschaften entscheiden über Grip, Traktion, Slidefähigkeit und Laufruhe.

Härte:
Je weicher die Rollen sind, desto mehr Halt hast du auf deinem Board und desto besser kannst du auch über Unebenheiten auf der Straße fahren, allerdings kannst du mit weichen Rollen nicht so gut sliden. Außerdem nutzen sich weiche Rollen schneller ab.
Dagegen sind härte Rollen insgesamt besser kontrollierbar und laufen auf Grund der geringeren Reibung schneller. Hier musst du dein Körpergewicht wieder in Betracht ziehen: je schwerer du bist, desto härtere Rollen sind optimal für dich. Der Teil der Rolle, der Bodenkontakt hat, besteht aus einem gummiartigen Material namens „Polyurethane“, (PU), welches in unterschiedlichen Härtegraden hergestellt wird. Diese liegen zwischen 70A und 90A. Je höher die Zahl, desto härter!

Größe:
Neben der Härte musst du beim Kauf auch auf den Durchmesser der Rollen achten.
Mit breiteren Rollen kannst du ruhiger und „grippiger“ fahren, allerdings slidest du damit schlechter.
Je größer die Rolle, desto höher ist die Geschwindigkeit und du brauchst länger zum Abbremsen. Mit kleinen Rollen kannst du allerdings schneller auf deine Geschwindigkeit kommen und besser sliden. Allerdings lassen sie sich auf rauen Untergründen unruhiger fahren.

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Disziplinen

Freestyle/Dancing

Beim Freestyle/Dancing hat der Fahrer kein Ziel vor Augen und „tanzt“ auf dem Board. Zwischendurch werden dabei auch noch kleinere Tricks eingebaut.

Downhill

Eine extreme Art des Longboardens: Hier werden Geschwindigkeiten von 100km/h und mehr erreicht, indem man einen Berg herunter fährt.

Freeride

Hier fahren die Longboarder auch einen leichten Berg herunter, dabei geht es aber nicht um die höchste Geschwindigkeit, sondern vor allem um die technischen Fertigkeiten. 

Carving

Das Carving beschreibt das Fahren von engen Kurven, damit hier Energie gewonnen wird. Diesen Fahrstil sieht man häufig beim Cruising oder beim leichten Downhill.

Cruising

Das Cruising ist wohl die bekannteste Form des Longboardens. Dabei geht es um das spontane Herumfahren, ohne Fokus auf eine hohe Geschwindigkeit oder Tricks.

Landpaddling

Longboarden mit einem Landpaddle ist eine Mischung aus Longboarden und Stand-Up-Paddling. Wasser ist nicht nötig, mit dem Paddle kann man sich stattdessen auf dem Apshalt abdrücken und so Schwung holen und die Lenkbewegung unterstützen!

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Longboard Tricks

Du stehst mittlerweile schon routiniert auf deinem Board und fühlst dich sicher bei der Fahrt? Dann versuche es doch langsam mal mit ein paar Tricks. Im Folgenden haben wir einige beliebte Tricks für dich zusammengetragen.

Toeside Pendulum Slide

Bei dem „Toeside Pendy“ handelt es sich um einen Anfänger-Slide, der relativ leicht zu erlernen ist und dennoch eine Menge Spaß bereitet. Er kostet wenig Überwindung und hilft dabei, mehr Sicherheit und ein Gefühl für das Rutschen mit den Händen auf der Straße zu bekommen. Für das Erlernen reicht meist eine breite Straße mit etwas Gefälle. Nachdem genug Geschwindigkeit aufgebaut wurde, beginnt der Trick mit einem Setup Carve, einer Kurve in die entgegengesetzte Richtung zu der Kurve, in die der Trick gehen soll und mit der ein Slide in der Regel eingeleitet wird. Aus dem Carve kommend, gehst du in die Knie und führst deine Hände Richtung Boden. Sobald deine Hände leicht den Boden berühren, verlagerst du dein Gewicht über die Fußspitzen auf die Brettkante und deine Hände. Jetzt musst du durch eine leichte Streckbewegung das Brett zum Ausbrechen bringen und über etwas mehr als 90° herausdrücken. Abschließend drehst du deine Schulter wieder leicht zurück in Fahrtrichtung und ziehst den hinteren Fuß in die Fahrtlinie. Nun kannst du dein Gewicht langsam von den Händen runternehmen, um es wieder nach vorne aufs Brett zu bringen.

Heelside Pendulum Slide

Der „Heelside-Pendy“ ist wunderbar geeignet, um vor einer Kurve langsamer zu werden. Besonders beim Downhill und Freeride sieht man ihn häufiger, denn er macht Nachbremsen überflüssig. Eingeleitet wird er, indem du eine Kurve in die entgegengesetzte Richtung zur eigentlichen Slide-Richtung fährst, um mehr Schwung in die Pendybewegung zu bekommen. Jetzt kannst du anfangen in die Knie zu gehen, dich in die Kurve zu legen und die Schultern Richtung Kurvenscheitelpunkt zu drehen. Es ist darauf zu achten, das Gewicht auf die Hacken des vorderen Fußes zu legen und mit der hinteren Hand an die Brettkante zu fassen. Bist du nun nah genug am Boden, geht deine vordere Hand hinter dir auf den Boden und dein hinterer Fuß schiebt das Brett leicht raus, um es endgültig ins Rutschen zu bringen. Um den Slide zu beenden, einfach den Oberkörper parallel zum Brett zurück in Fahrtrichtung bringen.

Coleman

Beim Coleman geht es darum, das Brett mit einer Hand am Boden querzustellen, um Geschwindigkeit abzubauen und stylisch um eine Kurve zu sliden. Dafür fährst du einen Setup Carve und drehst die Schultern in Richtung des Slides, um die Vorrotation deines Oberkörpers einzustellen. Parallel gehst du in die Knie und fährst eine enge Kurve. Dann verlagerst du dein Gewicht auf das vordere Bein und bewegst das hintere etwas schräg über das Brett. Abschließend gilt es durch genug Geschwindigkeit, deinen Oberkörper und Kopf zurück in Fahrtrichtung zu drehen. Benutze den freien Arm, damit du nicht das Gleichgewicht verlierst und bleib solange in der Hocke, bis du genug Kontrolle über dein Brett besitzt, um aufzustehen.

Grabbed Heelside Speedcheck

Bei dem Heelside-Speedcheck handelt es sich um eine Mischung aus Coleman und Pendy, wobei der Speedcheck die renntauglichste Version ist. Anfangen musst du hierfür mit einem tiefen Carve in Toeside-Richtung, also einer Kurve mit Belastung auf den Zehen, um dann mit Schwung in den Heelside Carve (Belastung auf den Fersen) zu gehen. Dabei verlagerst du dann das Gewicht auf den vorderen Fuß und packst mit der hinteren Hand, hinter deinem Hinterfuß, ans Brett. Nun geht deine Hand auf den Boden und du bringst dein Gewicht auf diese Hand, während du deine hintere Schulter nach vorne drehst und mit deinem hinteren Bein das Brett herausdrückst. Beim Slide kann mit der Hand am Brett nachgesteuert werden. Am Ende muss dann die hintere Schulter wieder nach rechts gedreht und das Brett mit der Hand wieder etwas an dich gezogen werden.

Grabbed Toeside Speedcheck

Der Grabbed Toeside gehört zu den gängigsten Arten abbremsend in eine Toeside-Kurve zu fahren und wird oft beim Downhill benutzt. Zum Einleiten fährst du einen sehr tiefen Carve, gehst mit dem Gewicht auf dem Vorderfuß in die Knie und greifst mit der vorderen Hand vorne ans Brett. Verlagere deinen Oberkörper dann etwas nach vorne und in die Kurve, bevor du deine hintere Hand als Stützhand auf den Boden kommen lässt. Nun verlagerst du dein Gewicht langsam auf die Stützhand und streckst dabei deinen Körper nach vorne Richtung Stützhand. Da jetzt relativ wenig Gewicht auf dem Brett liegt, ist es nicht mehr schwer, das Brett mit dem hinteren Bein zum Ausbrechen zu bringen. Dabei ist darauf zu achten, das Board nicht mehr als 90° zur Fahrtrichtung zu drehen und wieder einzufangen, denn alles was darüber liegt, ist ein Pendy. Sobald dein Gewicht danach wieder zum Großteil über dem Brett liegt, hörst du auf zu sliden und deine Rollen greifen wieder. Abschließend heißt es dann nur aufrichten und stabil stehend weiterfahren.

Heelside Stand-Up 180

Bei diesem Trick geht es darum, dein Brett im Stehen um 180° zu drehen und dabei zu Sliden. Du fährst eine enge Kurve und während du im tiefen Turn bist, belastest du auf beiden Füßen die Fersen und bringst die Rollen mit etwas Schwung zum Ausbrechen. Beim Sliden drehst du deinen Körper entgegengesetzt zu deinem Brett, damit du nicht mehr als 90° zur Fahrtrichtung ausbrichst. Bleibe mit dem Gewicht auf den Fersen und in den Knien, bis du zum Beenden deine Schultern wieder nach vorne und das Board weiter unter deine Füße drehst.

Toeside Stand-Up 180

Bei diesem Slide wird mit dem Oberkörper zum Berg eine 180°-Drehung durchgeführt. Angefangen wird er mit einer engen Toeside-Kurve, wobei zu beachten ist, dass deine Knie etwas gebeugt sind, um tiefer zu stehen. Die Schultern sind wie beim Geradeausfahren parallel zum Board und die Füße sollten recht nah an den Achsen stehen. Verlagere dann dein komplettes Gewicht nach vorne, bis das Brett mit den hinteren Rollen beginnt zu rutschen. Um das Rutschen zu unterstützen, solltest du deinen Oberkörper strecken und die Arme mit nach oben nehmen. Dann kannst du den Oberkörper um 180° in Drehrichtung drehen und deine Hüfte folgen lassen. Du wirst sehen, dass sich das Brett automatisch mit dreht.

Toeside Speedcheck

Dieser Trick ist die fortgeschrittene Version des Grabbed Toeside Speedcheck und verlangt vor allem höchste Körperspannung von dir. Du solltest darauf achten, dass dein Gewicht auf deinem Vorderfuß ist. Dann lehnst du dich so weit in die Kurve, bis deine Rollen an ihr Grip-Limit kommen und gehst mit der hinteren Hand auf den Boden. Sobald du das gemacht hast, kannst du anfangen, mit dem hinteren Fuß dein Brett quer zur Fahrtrichtung zu stellen, um es kurz sliden zu lassen. Um den Slide zu verlassen, musst du den hinteren Fuß wieder zurückziehen und parallel deine hintere Schulter wieder nach vorne drehen. So bringst du dein Gewicht wieder über das Brett, es bekommt Grip und du kannst deine gewünschte Linie weiterfahren.

Heelside Speedcheck

Um den Heelside Speedcheck ordentlich zu stehen, solltest du einen kleinen Toeside Carve machen, um mit mehr Körperspannung in die Heelside-Kurve zu kommen. Du kommst nun also aus dem Setup Carve und verlagerst dein Gewicht ein wenig nach vorne und gehst in die Knie. Dann legst du deine vordere Hand etwa auf Höhe deiner Vorderachsen neben dich auf den Boden und verlagerst dein Gewicht auf die vordere Hand, bevor du deine hintere Schulter nach vorne ziehst und gleichzeitig mit dem hinteren Fuß das Heck deines Boards rausdrückst. Nun slidest du so lange mit allen Rollen, bis du langsam genug geworden bist, um wieder deine Ideallinie zu fahren.

Stand-Up Stalefish

Beim Stand-Up Stalefish solltest du mit einem Toeside-Carve beginnen, um angenehmer den Heelside-Slide einleiten zu können. Du gehst in die Knie, verlagerst dein Gewicht etwas nach hinten und greifst mit der hinteren Hand an die Kante des Boards. Anschließend trittst du mit deinem hinteren Fuß das Deck raus und fängst an, zu sliden. Beenden kannst du den Slide, indem du den hinteren Fuß etwas anziehst. Der Trick ist schön anzusehen, aber eine besondere Herausforderung für deinen Gleichgewichtssinn.


Beliebte Tricks beim Freestyle/Dance

Anfänger:
Cross Step

Der Cross Step ist sehr gut mit anderen Tricks kombinierbar und bildet die Basis des Dancing. In der Ausgangsposition stehst du etwa eineinhalb Schulterbreiten in der Boardmitte und die Füße stehen parallel zueinander. Dann kann es losgehen und du drehst deinen hinteren Fuß kurz vor die hinteren Achsschrauben und verlagerst dein Gewicht auf die Fußballen. Jetzt ziehst du den vorderen Fuß neben den hinteren, bevor du mit dem hinteren Fuß deinen vorderen überkreuzt. Dabei sollte das Gewicht auf den Fußballen bleiben und die Fußspitze leicht nach vorne zeigen. Dein Brett fährt eine kleine Rechtskurve, deshalb ziehst du abschließend den hinteren Fuß wieder nach vorne, sodass du ein deiner Ausgangsstellung eine kleine Linkskurve fahren kannst.

Nose Manual

Hierbei handelt es sich um einen der ältesten Tricks des Dancings. Für den Nose Manual stellst du deinen vorderen Fuß auf die Nose und den hinteren Fuß ungefähr in die Mitte des Boards. Jetzt musst du dein Gewicht über die Vorderachse bringen, bis die Hinterachse abhebt und in der Luft schwebt. Für eine bessere Balance kannst du natürlich deine Arme nutzen und nun versuchen, den Manual so lange es geht zu halten.

Windmill

Wie der Name dieses Tricks bereits verrät, geht es bei der Windmill darum, sich auf dem Board um 360° zu drehen. Dafür stehst du am besten schulterbreit und mit dem Gewicht auf beiden Beinen auf dem Brett und verlagerst dein Gewicht dann leicht auf den hinteren Fuß, während du den vorderen Fuß im 90°-Winkel mit der Ferse an die Fußspitze des hinteren setzt. Im nächsten Schritt setzt du deinen hinteren Fuß mit der Ferse an die Spitze des vorderen und fährst dabei eine leichte Kurve. Jetzt wiederholst du den Bewegungsablauf einmal komplett entgegen der Fahrtrichtung, richtest deinen Blick nach hinten und setzt deinen hinteren Fuß im 90°-Winkel mit der Ferse an die Fußspitze des vorderen. Das Übersetzen des vorderen Fußes gegen die Fahrtrichtung erweist sich meist als der schwierigste Teil der Windmill, wir empfehlen daher locker in den Knien zu stehen und eventuell zuerst auf Rasen zu üben.

Ollie

In deiner Ausgangsposition sollte dein hinterer Fuß bestenfalls fest im Bereich des Tails stehen, er schließt mit der zehenseitigen Brettkante ab und dein Gewicht liegt auf dem Ballen. Dein vorderer Fuß steht so Richtung fersenseitiger Kante, dass deine Zehen auf den Schrauben stehen, wobei die Ausgangstellung je nach Fahrstil variieren kann. Jetzt gehst du tief in die Hocke und springst dann so hoch es geht. Bei der Landung solltest du die Knie leicht beugen, um den Schwung abzufedern.


Fortgeschrittene:
Peter Pan

Der Peter Pan gehört zum Grundrepertoire eines jeden guten Dancers. In der Ausgangslage stehst du bei diesem Trick schulterbreit auf deinem Deck und beginnst deinen vorderen Fuß mittig auf die Außenkante des Boards zu setzen. Dadurch fährst du eine Kurve und führst dabei den hinteren Fuß über deinen vorderen, was dir einen hohen Grad an Balance abverlangt. Dann stellst du deinen ehemals hinteren Fuß parallel zu deinem anderen Fuß, sodass du über Kreuz stehst. Wenn du das mit genügend Balance geschafft hast, setzt du den freien Fuß über den anderen und kannst das dann beliebig oft wiederholen. Stoppen kannst du den Trick, indem du deinen Standfuß, wenn er mit übersetzen dran ist, zurück in die Ausgangsposition stellst und dein Gewicht auf ihn verlagerst. Nun musst du nur noch deinen anderen Fuß ebenfalls in die Ausgangsposition zurückversetzen und der Peter Pan ist gestanden.

Pivot

Für einen Pivot stellst du den vorderen Fuß vor die Achsschrauben auf die Nose und lässt die Ferse nach hinten überstehen. Dabei stehst du rückwärts auf deinem Board. Der hintere Fuß sollte ungefähr schulterbreit von der Nose entfernt in der Mitte des Boards stehen. Stell dich entspannt in die Knie und verlagere dein Gewicht nach und nach auf die Nose, bis die hinteren Rollen fast den Kontakt zum Boden verlieren. Jetzt nimmst du den hinteren Fuß etwas hoch und bewegst parallel dazu die hintere Schulter im Uhrzeigersinn nach vorne, um die 180°-Drehung einzuleiten. Damit du während der Drehung nicht das Gleichgewicht verlierst, kannst du natürlich wieder deine Arme anheben.

Tiger Claw

Die Tiger Claw ist ein beliebter Grab Trick und lässt sich gut in zwei Abschnitte aufteilen: In der Ausgangsstellung setzt du deinen hinteren Fuß auf das Tail und den vorderen Fuß schulterbreit auf das linke Rail, sodass deine Ferse leicht über das Brett ragt. Dann nimmst du den vorderen Fuß nach hinten vom Board und poppst es in deine rechte Hand. Im zweiten Abschnitt machst du mit dem hinteren Fuß einen großen Schritt und drehst das Longboard vor dir um 360°. Bereits während der Drehung springst du mit dem vorderen Fuß ab und wirfst dir das Board nach Vollendung bei geschlossenen Beinen wieder unter die Füße.

Nollie Shovit

Beim Nollie Shovit ist die Ausgangsstellung besonders wichtig, denn der vordere Fuß trägt bis zum Absprung nahezu dein ganzes Gewicht. Diesen stellst du so auf die Nose deines Boards, dass die hinteren beiden Schrauben der Vorderachse noch zu sehen sind, deine Ferse etwas übersteht und dein Gewicht auf dem Fußballen liegt. Wenn du diese Ausgangsstellung eingenommen hast, gibst du dem Brett mit dem hinteren Fuß einen Kick, damit es sich um ganze 180° dreht, während du springst. Springen solltest du ungefähr eine Schulterbreite in Fahrtrichtung.

G-turn Heelside

Der G-Turn ist eine Drehung des Boards um 360° auf der vorderen Achse, der in vielen Variationen ausgeführt und als eine Kombination aus Nose-Manual und einer 180°-Kurve mit 180° Pivot beschrieben werden kann. In der Ausgangsstellung stellst du dich wieder ungefähr eineinhalb Schulterbreiten auf dein Board und setzt den vorderen Fuß so auf die Nose, dass die Ferse etwas übersteht und dein Gewicht auf dem Fußballen liegt. Nun kannst du einen Nose Manual einleiten, indem du dich leicht nach hinten lehnst und deine Schulter in die Drehung eindrehst. Dadurch leitest du die Kurve ein, rollst diese im Manual aus und beendest den Trick mit einem 180°-Pivot. Letzteres machst du am besten, indem du dein Gewicht wieder nach vorne legst und deine Schulter weit drehst.

Kickflip

Der beliebte Skater-Trick ist mit dem Longboard noch etwas schwieriger. Wichtig ist, dass deine Füße in der Ausgangsposition richtig stehen. Dein hinterer Fuß steht fest im Tail, also schließt er mit der zehenseitigen Brettkante ab und dein Gewicht liegt auf dem Ballen. Dein vorderer Fuß steht so Richtung fersenseitiger Kante, dass deine Zehen auf den Schrauben stehen, wobei die Ausgangstellung je nach Fahrstil variieren kann. Wenn du diese eingenommen hast, gehst du tief in die Hocke und springst dann so hoch es gehst. Während diesem Ollie musst du mit deinem vorderen Fuß gegen die Brettkante treten, um dieses in Drehung zu versetzen. Wenn die Drehung ausgeführt ist, versuchst du, wieder auf dem Brett zu landen und den Kickflip zu stehen. Versuch dabei die Knie leicht zu beugen, um den Schwung abzufedern.

Kick Shovit

Auch beim Kick Shovit ist die richtige Ausgangsstellung wieder besonders wichtig. Dein Gewicht wird während des ganzen Tricks zum Großteil von deinem vorderen Fuß getragen, welchen du auf der Nose platzieren solltest. Die Ferse des Fußes sollte leicht nach hinten über die Kante überstehen, sodass das ganze Gewicht auf dem Fußballen liegt. Jetzt kannst du die Fußspitze deines hinteren Fußes bei langsamer Fahrt unter die hintere Kante deines Boards führen. Sobald das geschehen ist, springst du mit deinem vorderen Fuß ab und gibst dem Brett mit dem anderen Fuß einen leichten Tritt nach vorne links. Der Sprung sollte etwa eine Schulterbreite lang in Fahrtrichtung gerichtet sein. Wenn alles klappt, dreht sich dein Brett unter dir um 180°.

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Tipps zur Longboard-Pflege

Es gibt nichts Schöneres als mit dem Longboard auf den Straßen oder Feldwegen in dieser Welt unterwegs zu sein. Doch man mag vielleicht nicht sofort daran denken: Es ist tatsächlich wichtig, ein gut gewartetes Longboard zu besitzen. Mit unserem Spickzettel weißt du, worauf du in Zukunft achten musst, damit die Qualität deines Boards erhalten bleibt.

Der kurze Check:

Wir beginnen mit einer kurzen Bestandsaufnahme vor jeder Fahrt. Check dein Board kurz ab: Gibt es technische Mängel? Lassen sich die Räder mit der Hand einfach drehen? Wenn alles in Ordnung ist, kann es direkt aufs Board gehen.

Der Monats-Check:

Der monatliche Check ist etwas zeitintensiver und benötigt ein paar wenige Utensilien wie ein feuchtes Tuch, eine nicht mehr gebrauchte Zahnbürste und einen T-Schlüssel. Mit dem feuchten Tuch entfernst du alle Verschmutzungen auf und unter deinem Board. An die verwinkelten Teile kommst du mit der Zahnbürste. Mit dem T-Schlüssel überprüfst du, ob alles fest sitzt: Schrauben, Achsen, Rollen und Muttern. Achte darauf, dass die Muttern nicht zu fest angezogen sind, so kann das Material beschädigt werden. Der Monats-Check zeigt dir auch, ob Muttern zu lose werden und du diese umgehend neu ersetzen musst.

Kugellager-Pflege:

Damit du immer smooth unterwegs bist, müssen deine Kugellager gut gepflegt sein. Allerdings musst du dein Longboard ganz auseinander nehmen, um diese reinigen zu können. Die Rollen und Achsen kannst du am besten mit einem Inbusschlüssel demontieren. Der einfache Teil hierbei ist die Reinigung der Shields: die kannst du mit Wasser und Spülmittel waschen und danach mit einem Tuch trocknen. In einem Metallbehälter, der mit Isopropyl-Alkohol befüllt ist, kannst du deine Bearings legen. Achte bitte auf die Sicherheitshinweise auf der Verpackung und trage dabei am besten Handschuhe! Danach schließt du den Behälter, schwenkst ihn einige Minuten und wiederholst den Vorgang so lange, bis keine Schmutzreste mehr in der Flüssigkeit zu sehen sind. Danach mit einem Tuch trocknen und nicht vergessen, die Kugellager vor dem zusammenbauen zu schmieren.

Die Rollen:

Selbstverständlich müssen auch die Rollen deines Longboards regelmäßig überprüft werden. Die Rollen eines Longboards fahren sich nach einer gewissen Zeit ab und müssen natürlich gegen neue getauscht werden. Um neue Rollen zu wechseln brauchst du einen T-Schlüssel, mit dem du die alten Rollen abschraubst. Danach drückst du die Kugellager aus den Rollen, indem du mit sanftem Druck gegen die Achse presst. Zum Schluss müssen sowohl Spacer als auch Kugellager in die neue Rolle gedrückt werden und die neuen Rollen angeschraubt werden.