Silberfond

Wakeboard

Allgemeine Infos & Erklärungen

Du willst dich in einer neuen Sportart ausprobieren, die dich begeistert, fordert und auf dem Wasser in deiner Nähe stattfindet? Du liebst es zu Surfen, kommst aber nur selten dazu? Wie wäre es dann mit Wakeboarden?

Die in den 1980ern entstandene Wassersportart ist eine Mischung aus Wasserski und Wellenreiten und ist in Deutschland so beliebt wie in fast keinem anderen Land. Nicht zuletzt haben wir hier 58 gelistete Anlagen für Wasserski- und Wakeboard-Begeisterte. Weit dahinter liegen Großbritannien mit 17, die USA mit 14 und die Niederlande mit 13 gelisteten Anlagen.

Beim Wakeboarden kannst du von einem Motorboot oder einer Seilbahn, auch Cable genannt, gezogen werden. Die Fahrtrichtung ist dabei zwar immer vorgegeben, trotzdem musst du als Wakeboarder einige Regeln beachten, damit du dich und andere auf dem Wasser nicht gefährdest.

Egal ob erfahrene Waker, Anfänger oder Interessierte ohne Vorwissen – wir haben euch hier einige Infos und Tipps zusammengefasst, um den Start in die neue Sportart zu erleichtern.

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Safety first!

Beim Fahren hinter dem Motorboot ist es die Aufgabe des Bootsführers, zu wissen, wo sich Bade- und Surfstrände befinden, um diese weiträumig zu umfahren. Der Waker muss darauf achten, immer in der Fahrspur hinter dem Boot zu bleiben. So können andere Wassersportler die Geschwindigkeit und die Fortbewegung berechnen. In den meisten Revieren sind die Start- und Landezonen schon definiert, die dann nur noch beachtet werden müssen. 

Wenn du an einer Seilbahn wakeboardest, ist die Gefahr von Kollisionen mit anderen Fahrern relativ unwahrscheinlich. Dort ist es nur wichtig, dass du beim Sturz die Fahrspur so schnell wie möglich schwimmend verlässt. Wenn andere Waker stürzen, musst du diese weiträumig umfahren. Auf dem Cable sind die Ein- und Ausstiegsstationen festgelegt, die von jedem Fahrer benutzt werden sollen.

Schutzausrüstung 

Zur Ausrüstung eines ambitionierten Wakers gehören zumindest eine Prallschutzweste, bzw. eine Schwimmweste und ein Helm. Diese Ausrüstung ist in vielen Anlagen in Deutschland als Bedingung festgelegt, um auf dem See oder über Hindernisse fahren zu dürfen. Optional kannst du dir auch Handschuhe anschaffen, die dich gegen Blasen- und Hornhautbildung schützen.

Wakeboard Weste 

Für die perfekte Ausrüstung als Wakeboarder brauchst du nicht nur ein cooles Board und passende Bindungen, sondern auch eine richtige Schwimmweste. 

Eine Weste schützt dich vor harten Aufschlägen auf die Wasseroberfläche und auf Obstacles. Erfahrenen Wakern ist es also wichtiger, dass die Weste vor Schlägen schützt, als dass sie vor dem Ertrinken rettet. Deswegen werden viele Wakeboard-Westen auch „Prallschutzwesten“ oder „Competition Vests“ genannt. Einige Hersteller bringen vermehrt Wakeboard-Westen auf den Markt, die sogenannten „Life-Jackets“, die vor dem Ertrinken retten sollen. In Deutschland dürft ihr auf einem Cable übrigens nicht ohne Weste fahren. 

Für Wettkämpfe gibt es spezielle Prallschutzwesten. Diese sind leichter, flexibler und bieten somit mehr Bewegungsfreiheit für den Waker bei Tricks. Der Auftrieb der Westen ist gering und hält den Kopf des Sportlers nicht eigenständig über Wasser. 

 Das Gegenteil dazu ist die CGA-Weste, die von der amerikanischen Küstenwache (CGA= U.S. coast guard approved) zertifiziert wurde. Sie ist gerade dann wichtig, wenn ihr als Wakeboarder durch einen Sturz nicht mehr selbst in der Lage seid, euch über Wasser zu halten und zu orientieren.

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Equipment-Check

Der erste Schritt, deine neue Sportart in die Tat umzusetzen ist es, sich auf den Weg zum Wakeboard-Händler deines Vertrauens zu machen. Doch damit nicht schon die erste Fahrt auf dem Cable frustrierend endet, weil dein Board einfach nicht passt, haben wir hier ein paar Tipps für dich. 

Boards: 

Beginnen wir mit dem Naheliegenden: den Wakeboards. Die meisten Wakeboards sind zwischen 111 und 147cm lang und zwischen 38 und 50cm breit. Anfänger benutzen dabei längere und breitere Boards, damit die Kräfte auf dem Board besser verteilt werden und es durch die Größe mehr Fahrfehler verzeiht. Wer in Physik aufgepasst hat, weiß auch, dass ein größeres Board den Widerstand der Zugkräfte reduziert. 

Erfahrene Waker, die ein besseres Gefühl auf dem Wasser haben, benutzen kürzere und schmalere Bretter. Bei der Auswahl des Brettes muss auch das Körpergewicht des Wakeboarders in Betracht gezogen werden, egal ob Anfänger oder Profi. 

Ein langes Wakeboard bietet dir eine größere Auflagefläche und damit einen größeren Auftrieb – damit du dich schneller über die Wasseroberfläche bewegen kannst. Wer Schwierigkeiten beim Erlernen von Tricks hat, kann sich mit einem längeren Wakeboard helfen. 

Willst du dich auf spektakuläre Sprünge konzentrieren? Dann ist ein kurzes Wakeboard optimal. 

Bindungen: 

Eine Wakeboard-Bindung ist genauso wichtig wie ein gutes Wakeboard selbst. Beim Kauf musst du die Bindungen unbedingt vor Ort testen! Achte darauf, dass die Bindungen nicht drücken oder zu eng am Fuß liegen. Allerdings muss der Fuß in der Bindung Halt haben. 

Wichtig zu wissen: Die Bindungen dehnen sich noch etwas aus, kauft also keine allzu große Bindung. 

Danach musst du dich nur zwischen den Open Toe- und Close Toe-Bindungen entscheiden. Wie der Name schon verrät, sind die Open Toe-Bindungen am Zehenbereich offen und die Close Toe-Bindungen vollständig geschlossen. Die offene Bindung lässt sich fester auf dem Spann schnallen und die geschlossene verteilt den Druck auf den gesamten Fuß. 

Unterschiede in den Rockern: 

Die Form des Wakeboards nennt sich Rocker. Die 3-stage-Rocker sind am vorderen und hinteren Ende nach oben abgewinkelt und geben dem Waker Stabilität, wenn das Körpergewicht mittig auf das Board gelegt wird. Es gibt außerdem noch die continuous rocker, die eine kontinuierliche Biegung haben und für einen besseren Auftrieb und mehr Geschwindigkeit sorgen. 

Finnen: 

Die Finnen bringen deinem Board mehr Grip auf dem Wasser. Hier kommt es wieder darauf an, wie geübt der Waker ist. Für Anfänger sind breitere und längere Finnen ideal, die den Stand auf dem Board stabiler machen. Fortgeschrittene Waker können ohne Finnen besser fahren.

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Tipps für Anfänger

Kondition: 

Eine gute Körperbeherrschung ist beim Wakeboarden ein großer Vorteil, doch vor dem lästigem Muskelkater rettet dich nur eine gute Kondition. Die kannst du schon im Winter trainieren. Zum Waker wirst du mit dem richtigen Durchhaltevermögen – denn Übung macht bekanntlich den Meister. Wer viel trainiert, kann seine Fahrkunst verfeinern und bekommt ein besseres Gefühl von Balance und Gleichgewicht auf dem Board. Also, ab zum See und rauf aufs Board – natürlich erst nachdem du das hier gelesen hast!

Ausrüstung: 

Das versteht sich fast von selbst: Neben einem guten Board mit passenden Bindungen brauchst du als Anfänger eine Schwimmweste und einen Neoprenanzug. Diejenigen, die später auf den Obstacle fahren wollen, brauchen auch einen Helm. Sicherlich kannst du dir die Ausrüstung auch an der Anlage leihen, allerdings lohnt es sich auf Dauer eher, Geld für dein eigenes Equipment auszugeben, als immer wieder welches zu leihen.

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Wakeboard Tricks

Nachdem du sicher auf dem Board stehen kannst und ein gutes Gefühl auf dem Wasser hast, ist der nächste logische Schritt eigentlich nur noch spektakuläre und coole Tricks zu lernen. Am besten schaut ihr euch zunächst ein paar Videos von bekannten Wakeboardern an, um zu sehen, wie man es richtig macht. Und danach heißt es: üben, üben, üben!

Drehrichtungen/ Rotationsrichtungen

Beim Backside (BS) Spin dreht sich der Regular Fahrer im Uhrzeigersinn und beim Frontside (FS) Spin dreht sich der Regular Fahrer gegen den Uhrzeigersinn. Der Goofy Fahrer dreht sich genau anders herum.

Beim Switch fährt der Waker rückwärts an den Trick und hält den schwachen Fuß vorne.

Bei der Landung kann der Wakeboarder „to blind“ oder „to revert“ landen. Das heißt, dass der Wakeboarder sich vor der Landung noch einmal um 180 Grad dreht. Wenn der Fahrer die Landung Backside nicht sieht, dann landet er „blind“. Wird kurz vor der Landung Frontside um 180 Grad gedreht, landet der Wakeboarder „revert“.

Bunny Hop

Anfänger versuchen sich am Besten erst einmal am Bunny Hop, weil er einfach ist und dafür keine Welle benötigt wird. Um ihn zu stehen, muss der Waker etwas Schwung für den Absprung nehmen. Dabei drückt ihr das vordere Ende eures Boards mit dem vorderen Bein unter die Wasseroberfläche. Danach müsst ihr mit eurem hinteren Bein den Impuls auf das Board legen. Im Idealfall schellt das Board nach oben und ihr springt aus der Hocke ab.

Surface 180 und 360

Das Board wird beim Surface 180 – wie der Name schon sagt – um 180 Grad auf dem Wasser gedreht. Das Gleiche gilt beim Surface 360: Das Board wird um 360 Grad auf dem Wasser gedreht, bis es wieder in Fahrtrichtung steht. Diese Drehungen werden ohne Sprung ausgeführt und ganz wichtig ist es dabei, das Board nicht zu verkanten. Eine weitere Variation ist die Kombination aus Bunny Hop und Surface 180. Dabei wird übrigens auch keine Welle benötigt.

Sideslide

Beim Sideslide wird das Board quer in Fahrtrichtung gestellt. Dabei empfiehlt sich ein kleiner Bunny Hop.

Eine Abwandlung dieses Tricks ist der Powerslide, bei dem ihr mit eurem Rücken zum Boot oder Lift steht. Der Trick gelingt am besten, wenn ihr nach der Kurve Speed aufnehmt. Ihr dreht dabei das hintere Bein nach außen, während die vordere Brettseite slidet. Der Reserve touch Water ist eine weitere Form, bei der ihr gleichzeitig mit der Hand zum Wasser greift, um eine Fontäne zu erzeugen.

Backscratcher

Aus dem Bunny Hop kann das Board durch unterschiedliche Beinbewegungen in diverse Stellungen gebracht werden. Der Trick Backscratcher bedeutet, dass in der Luft beide Beine so weit wie möglich angewinkelt werden, damit die Fersen an das Gesäß kommen und eure Hand an das Board greift. Dieser Sprung wird mit einem Handgriff über den Kopf zum Rücken zum Fashion Air.

Eine weitere Variation des Backscratchers ist der Trick Method, bei dem eure vordere Hand die Fersenkante zwischen den Bindungen am Board fasst.

Wird das Board in der Luft gedreht und mit der Hand umfasst, nennt sich der Trick Grab 180. 

Raley

Der Raley ist der bekannteste Trick beim Wakeboarden. Auf der Wakeboardanlage gelingt der Raley am besten vor dem Motormast (zwischen dem letzten und dem ersten Mast). Zunächst müsst ihr mit dem Board eine Kante fahren und die Arme angewinkelt halten. Die Hantel haltet ihr möglichst nah am Körper. Nun muss der aufgebaute Druck mit dem Board verkanten, um vom Umlaufseil herausgehebelt zu werden. Das erreicht ihr, wenn ihr euren vorderen Fuß ins Wasser bzw. schräg zur Seite drückt. Das Wakeboard muss immer auf der Kante stehen. In der Flugphase lasst ihr die Arme angewinkelt, den Oberkörper jedoch relativ locker. Dadurch kommt das Board über den Kopf. Sobald das Board über dem Kopf ist, kann die Landung eingeleitet werden.

Stalefish

Beim Wake-to-Wake Sprung fasst eure hintere Hand an die Backside Kante des Wakeboards. Hier muss die Hantel wieder nah an die Hüfte gehalten werden.

Nach dem Wake-to-Wake Sprung ist die 180-Grad-Drehung in den Sprung leicht zu integrieren. Deine Voraussetzung als Waker ist es, switch zu fahren. Ihr springt wie zu einem normalen Wakejump und beginnt in der Luft die Drehung. Mit beiden Händen muss die Hantel zur Hüfte gezogen werden, damit eure Hüfte danach eingedreht werden kann und die 180 Grad Rotation eingeleitet wird.

Frontroll

Der Bewegungsablauf des Tricks Frontroll ist vergleichbar mit einem Vorwärtssalto auf einem Trampolin. Für Anfänger ist dieser Trick geeignet, weil der Wakeboarder gut die Orientierung behalten kann. Wichtig ist es, dass der Oberkörper beim Absprung aufrecht über dem Wakeboard ist.

Halfcab Roll

Die Halfcab Roll kann auch „Switch Backroll to Revert“ genannt werden. Die Backrolls sind Basic Tricks, auf denen eine Menge anderer Tricks aufgebaut sind. Dabei wird beim Absprung die Hantel ganz nah an die Hüfte gehalten und Druck auf den hinteren Fuß gelegt. In der Luft kann die Rotation beschleunigt werden, indem die Hantel noch mehr an den Körper gezogen wird.

Tantrum

Der Tantrum gleicht einem Rückwärtssalto auf einem Trampolin. Kurz vor der Welle muss die hintere Hand gelöst werden und die Schulter muss parallel zur Welle stehen. Das Schwierigste bei diesem Trick ist es, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, d.h. die Spitze der Welle abzuwarten und dann abzuspringen. Danach muss so früh wie möglich das Wasser wieder fokussiert werden.

Indy Tantrum

Der Trick Indy Tantrum ist ein Rückwärtssalto mit einem Indy Grab. Durch den Grab rotiert ihr schneller. Nach dem Absprung das Board fassen und danach die Rückwärtsrotation einleiten. Die Beine müssen angezogen werden, damit das Board gefasst werden kann.

Nosegrab Tantrum

Der Nosegrab Tantrum ist wie der Indy Tantrum; allerdings wird nicht die Mitte des Wakeboards gefasst, sondern die Spitze. Nun sieht der Trick wieder etwas anders aus. Damit die Spitze mit der Hand gefasst werden kann, muss das vordere Bein angezogen werden und das hintere danach weggestreckt.

Scarecrow

Eigentlich ist der Scarecrow eine Frontside Front Roll to Revert, allerdings lässt sich das oft schwer erkennen. Auf der Welle muss genügend Druck auf die Frontside Kante gegeben werden. Du musst darauf achten, aufrecht und relativ gerade über dem Wakeboard zu stehen. Die Hantel muss hier wieder ganz nah am Körper gehalten werden, denn so kann einfacher rotiert werden und du gelangst in die richtige Landungsposition.

Frontflip Tailgrab

Beim Trick des Frontflip Tailgrab wird vorwärts und seitlich rotiert. Durch einen Kick mit dem hinteren Fuß auf der Welle beginnt die Vorwärtsrotation. Beim Absprung muss dabei das vordere Bein angezogen und das hintere gestreckt werden. Durch das Heranziehen der Hantel an den Körper kann die Rotation beschleunigt werden. Ihr kommt einfacher an den Tailgrab, wenn das hintere Bein angezogen und das vordere gestreckt wird.

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Wakeboard von A bis Z

A-Frame: Ein Slider, der die Form des Buchstabens „A“ hat. 

Air: Bei einem Sprung des Wakeboarders ist Air der Bereich zwischen dem Waker und der Wasseroberfläche.

Air Trick: Der Wakeboarder nutzt anstatt einer Welle das Cable zum Schwung in die Luft, um einen Trick auszuführen. 

Backside: Das Gegenteil zur „Frontside“ ist der Backside. Der Trick beschreibt die Position des Wakeboarders beim Einleiten des Tricks: Er steht dabei mit dem Rücken zur Fahrtrichtung. 

Boardslide: Der Boardslide beschreibt einen Trick, bei dem der Wakeboarder ein Rail mit der Backside-Kante anfährt und auf das Rail springt. Der vordere Fuß wird dabei über das Rail gelegt und es folgt eine 90 Grad Fronside-Drehung. Das Board ist mit der Längsachse immer senkrecht zum Rail. 

Bindung: Die Bindung ist auf dem Wakeboard verschraubt. 

Blind side: Die Position des Wakeboarders beim Beenden des Tricks, bei dem er mit dem Oberkörper entgegen der Fahrtrichtung steht und nach hinten schaut, bedeutet Blind side. 

Board Rack: Eine spezielle Halterung für Wakeboards an einem Boot. 

Bunny Hop: Ein kleiner Sprung aus der Fahrtrichtung in die Fahrtrichtung ohne Welle. 

Butter: Das Wasser ohne Welle. 

CGA-Vest: Eine Schwimmweste, die von der amerikanischen Küstenwache (CGA= U.S. coast guard approved) zertifiziert ist. 

Competition Vest: Werden auch Prallschutzwesten genannt und sind Wettkampfwesten. Sie sind leichter und flexibler für Tricks als CGA-Westen. Der Auftrieb mit der Weste ist gering und hält den Kopf des Wakeboarders nicht eigenständig über Wasser. 

Fakie: Der Wakeboarder fährt oder startet mit einem „fakie“, wenn er seine gewohnte Standrichtung verändert. Fährt er beispielsweise immer mit dem rechten Fuß vorne, dann fährt er beim fakie mit dem linken Fuß vorn und anders herum. 

Finne: Finnen werden in der Regel vorne und hinten an das Wakeboard geschraubt und stabilisieren die Fahreigenschaft des Boards. 

Frontside: Die Frontside ist die Rotationsrichtung des Wakeboarders bei einer Drehung. Dabei ist die Front, also die Brust des Wakeboarders, zur Fahrtrichtung gedreht. 

Goofy: Der Begriff Goofy beschreibt das Standbein mit dem rechten Fuß vorne beim Wakeboarden. Dagegen fährt man Regular, wenn das Standbein links vorne ist. 

Grab: Alle Griffe mit den Händen am Board werden Grab genannt. Grindbase: Ein Wakeboard mit einer Grindbase bietet eine bessere Haltbarkeit beim riden von Obstacles. 

Handle: Die Hantel, mit der sich der Waker festhält, wird Handle genannt. 

Handle Pass: Die Hantel wird z.B. bei einem Trick von der einen Hand zur anderen Hand übergeben. 

Heelside Edge: Die Fersenkante des Wakeboarders wird Heelside genannt und mit HS abgekürzt. 

Helm: Für das Wakeboarden ist ein Helm unbedingt empfehlenswert. In Deutschland dürfen Obstacles nur mit Helm befahren werden. 

Invert: Die Invert Tricks beschreiben Tricks, bei denen das Wakeboard höher als der Kopf des Wakeboarders oder über den Kopf des Wakeboarders geht. 

Indo Board: Das Indo Board ermöglicht den Wakeboardern zu Hause Trockenübungen zu machen. 

Kicker: Der Kicker ist eine Sprungschanze, die im Wasser steht. Auf einen Kicker darf ein Waker in Deutschland nur mit Helm. 

Nosepress: Während des Slidens wird das gesamte Gewicht auf die Nose gelegt. 

Pop: Der Absprung aus dem Wasser in die Luft ist der Pop. 

Raley: Ein Trick, den ein Wakeboarder nur am Cable macht. 

Regular: Die Fußstellung, mit der man auf dem Wakeboard steht. Regular fährt man mit dem linken Fuß vorne. 

Revert: Der Wakeboarder landet nach einem Trick auf seiner Fakie-Seite. 

Rider: Der Wakeboarder wird auch als Rider bezeichnet. 

Rocker: Mit dem Begriff Rocker ist die Biegung des Bretts gemeint. Dabei gibt es die Continuous Rocker und 3-Stage Rocker. 

Scarecrow: Der Trick Scarecrow ist eine Kombination aus einem Vorwärtssalto und einer 180-Grad-Drehung. 

Set: Ein Set ist eine abgefahrene Runde eines Wakeboarders. 

Sideslide: Der Wakeboarder steht mit dem ganzen Körper in Fahrtrichtung und das Board gleitet seitlich auf dem Wasser. 

Slider: Ein Slider ist ein langes Obstacle aus Metall, Plastik, Holz oder PVC auf dem ein Waker fahren kann. 

Surface Trick: Ein Surface-Trick wird ohne Sprung durchgeführt. Das Wakeboard hebt sich nicht von der Wasseroberfläche ab. 

Surface 180: Ein Surface 180 ist eine 180-Grad-Drehung aus oder in den Fakie-Stand. 

Surface 360: Ein Surface 360 ist eine Drehung um 360 Grad aus oder in den Fakie-Stand. 

Switch: Der Wakeboarder fährt mit seinem schlechten oder ungewohnten Bein auf dem Wakeboard vorne. 

Tantrum: Beim Tantrum macht der Wakeboarder eine Art Rückwärtssalto über den Wake oder den Kicker. 

Toeside: Die Kante, zu der die Zehen des Wakeboarders zeigen, wird Toeside genannt und mit TS abgekürzt. 

Wake: Die Welle, die hinter dem Boot entsteht und die der Waker für Sprünge nutzt, wird Wake genannt. Wake to Wake: Der Wakeboarder macht hinter dem Boot einen Trick aus einer Welle und landet auf einer anderen Welle.

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Jever FUN Wake the City

Wakebord Höhepunkte in Berlin 2015

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Pangea-Festival 2015

Sportliche Höhepunkte beim Pangea-Festival

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Interview Steffen Elmers

Auf ein Jever FUN mit…

Steffen Elmers, 23 Jahre
Wohnort: Hamburg
Homespot: Cablesport Arena Pinneberg
Lieblingsspot: CWC (Philippinen)
Sponsoren: Slingshot Xcel

Pro-Rider Steffen Elmers fuhr beim Wake the City seinen ersten Contest überhaupt.

Wie bist du zum Wakeboarden gekommen?

Früher war ich viel eher Kitersurfer als Wakeboarder. Als Kiter ist man natürlich immer derbe auf den richtigen Wind angewiesen und so wurde meine Leidenschaft für´s Wakeboarden quasi aus der Not heraus geboren. Irgendwann sind wir dann zu ´ner Lift Anlage gefahren, weil wir Lust auf Boarden hatten. Schnell haben wir gemerkt: das macht riesen Bock! Und dann sind wir weitergefahren…

Was macht dir an deiner Sportart am meisten Spaß?

Im Grunde ist es das ganze Drumherum: der Lifestyle, die fette Community, das man ständig neue Herausforderungen auf dem Board angehen kann und das Beste: der Kopf wird dabei auch ordentlich frei geblasen.

Welches ist das coolste Event, an dem du teilgenommen hast?

Ohne Spaß – das Pangea Festival. Was die Jungs da letztes Jahr für ein Set-up mit MIG29 und Brückenpanzer hingezaubert haben, war einfach der Hit!

Was war dein bisher größter Erfolg?

Für mich war das die offizielle Aufnahme ins Team Slingshot. Seit Jahren bin ich schon Helfer bei Slingshot Events und 2015 wurde ich endlich Teil des Teams.

Kannst du uns ein paar Tipps für Anfänger mit auf den Weg geben? 

Jeder fällt ins Wasser.

Hast du einen Glücksbringer, den du bei Wettbewerben dabei hast oder ein wiederkehrendes Ritual vor den Wettkämpfen? 

 Nein.

Wie sieht dein Trainingsalltag aus? 

Ich fahre fast täglich. Einen Plan habe ich dabei aber eigentlich nicht. Ich mache was mir Spaß macht, übe Tricks auf die ich gerade Bock habe; einfach frei Schnauze halt. Wenn sich irgendwas gut anfühlt, dann probiere ich‘s weiter…

Was macht für dich den Fun-Faktor beim Wakeboarden aus?

Es gibt immer wieder neue Möglichkeiten, sich selber zu pushen und ich kann meine Kreativität bei meinen Tricks entfalten. Auch wenn ich Obstacles für meinen Homespot in Pinneberg bauen kann, macht mir das riesen Bock.

Welchen Trick würdest du gerne mal stehen? 

Mein Endgegner ist der „Frontside 3 Rewind 3“.

Hast du ein persönliches Vorbild? Wer ist das?

Mein Opa. Der war Feuerwehrmann und engagiert sich jetzt bei Hilfsprojekten. Er gibt zum Beispiel Brandschutzseminare in Aserbaidschan und Tansania.

Was machst du im Winter, um fit zu bleiben?

Ich entfliehe ihm. Im letzten Winter ging´s auf die Philippinen, diesen Winter will ich nach Brasilien. Da gibt´s auch ein, zwei Cables und surfen kann man obendrein. Auch ´ne Motorradtour durch Brasilien reizt mich derbe.

Welche anderen Sportarten betreibst du? 

Ich surfe ein wenig, aber Wakeboarden ist mit Abstand meine Nummer Eins! Das ist die Beste Übung. Einfach immer alles wiederholen und irgendwann die Routine haben.

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Interview Dominik Gührs

Auf ein Jever FUN mit…

Dominik Gührs, 25
Wohnort: München
Homespot: Aschheim
Lieblingsspot: Thai Wake Park
Sponsoren: Red Bull, Jobe, Rixen, Contour, Ion

Dominik Gührs ist der Weltmeister von 2011. Beim Jever FUN Wake the City in Berlin belegte der 25-Jährige Münchener den 2. Platz.

Wie bist du zum Wakeboarden gekommen?

Ich bin damals in ein Sportgeschäft gegangen und wollte eigentlich ein Skateboard kaufen. Der Verkäufer hat mir stattdessen aber ein Wakeboard gezeigt und mir Tipps gegeben, wo ich wakeboarden könnte. Ich bin dann sofort nach Aschheim gefahren, hab´s ausprobiert und bin bis jetzt dabei geblieben.

Was macht dir an deiner Sportart am meisten Spaß?

Es sind die Leute, die Community, die Spaß machen. Außerdem ist es egal auf welchem Level man sich befindet, man kann sich immer pushen und neue Sachen lernen. Obendrein ist es ein geiles Gefühl, übers Wasser zu fahren und Sprünge zu machen.

Welches ist das coolste Event, an dem du teilgenommen hast?

Das war wohl das Red Bull Rising High, der erste Big Air Contest mit ´ner Landing Ramp.

Was war dein bisher größter Erfolg?

Ich bin 2011 Weltmeister geworden, 2014 Europameister und 2014 Gewinner Red Bull Rising High 2014

Kannst du uns ein paar Tipps für Anfänger mit auf den Weg geben?

Spitze aus´m Wasser, Arme lang beim Fahren.

Hast du einen Glücksbringer, den du bei Wettbewerben dabei hast oder ein wiederkehrendes Ritual vor den Wettkämpfen?

Nein.

Wie sieht dein Trainingsalltag aus?

Ich habe gar keinen. Ich fahre einfach wie ich Bock habe. Soviel wie möglich, ich höre aber auch auf meinen Körper und gebe ihm eine Pause, wenn er sie benötigt.

Was macht für dich den Fun-Faktor beim Wakeboarden aus?

Genau das. Das ich eben keinen Trainingsalltag habe. Fahren nach Lust und Laune. That´s what it´s all about!

Was machst du im Winter, um fit zu bleiben?

Ich snowboarde in der Münchener Gegend oder Österreich. Außerdem gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio, um Verletzungen vorzubeugen.